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Bis Zum Bitteren Ende …

Bis zum bitteren Ende …

Wer sich am Sonntag Nachmittag in die Stadtgartenhalle nach Saarlouis aufmachte, erlebte die gesamte Bandbreite dessen, was ein gutes Basketballspiel ausmacht. Schnelligkeit und Kampf, Freude und Enttäuschung, Enthusiasmus und Niedergeschlagenheit, Begeisterung und Katzenjammer. Das Spiel zwischen dem TV Saarlouis Royals und dem BC Pharmaserv Marburg in der DBBL bot all das und noch viel mehr.

Es war das Spiel zweier Kollegen in der Damenbasketball-Nationalmannschaft, nämlich zwischen dem Marburger Headcoach Patrik Unger und dessen Pendant auf Saarlouiser Seite Hermann Paar. Die beiden kennen sich und schätzen sich und so wusste vor dem Spiel sicher jeder genau um die Stärken und Schwächen seines Gegners.

Marburg fand in der ersten Hälfte wesentlich besser ins Spiel, kontrollierte und dominierte das erste Viertel nach Belieben und ging zeitweise mit 11 Punkten in Führung. Die Royals waren bemüht, agierten zu Anfang kopflos und hektisch. Dazu beigetragen hat sicher das enorm hohe Tempo in diesem Spiel. Marburg agierte in der Defense konzentrierter und aktiver. Es waren vor allem Finja Schaake und Katlyn Yohn auf Marburger Seite und Sabine Niedola und Paige Crozon bei Saarlouis, die das Spiel dominierten.

Zur Halbzeit führte Marburg verdient mit 47:41.

In Halbzeit 2 bot sich ein anderes Bild. Saarlouis kämpfte sich regelrecht zurück ins Spiel, gab keinen Ball mehr kampflos verloren und belohnte sich mit einem 21:17 im dritten Viertel. Dennoch fiel auf, dass Marburg oft die einfachen Punkte erzielte, wobei Saarlouis viel mehr investieren musste, um Punkte zu machen. Alles in allem war die Marburger Defense heute eine Spur besser.

Dramatisch verlief das letzte Viertel, wo die Führung ständig wechselte. Zum Schluss siegte Marburger Coolness vor Saarlouiser Nervosität mit 76:78.

Alles in allem ein wunderbar spannendes und dramatisches Spiel, kein Spiel für Herzkranke oder empfindliche Naturen, dennoch ganz nach dem Geschmack des besten Publikums der Liga.

Herzlichen Glückwunsch nach Marburg. Wir freuen uns natürlich schon jetzt auf ein ebenso spannendes Rückspiel.

Together strong!

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